Willkommen!

Das Netzwerk für Konfliktmoderation entstand im Herbst 2016 aus einer dreiteiligen Fortbildung mit den Mediatorinnen und Konfliktmoderatorinnen Silke Freitag und Marianne Koch.

Die Fortbildung hat den Titel “Konfliktmoderation in Sozialen Bewegungen und selbstverwalteten Projekten” und wurde bis Herbst 2018 vier mal von KURVE Wustrow durchgeführt: inzwischen sind 64 Personen in der Moderation von Konflikten ausgebildet worden.

In jedem Durchgang nehmen Menschen teil, die viele Jahre Praxiserfahrung mit in die Fortbildung bringen: Wir sind zum Beispiel in der Klimabewegung aktiv, haben globalisierungskritische und anti-atom-bewegte Jahre hinter uns, leben zum Teil seit vielen Jahren in alternativen Wohnprojekten, engagieren uns gegen Rechtsextremismus oder gemeinsam mit Geflüchteten. Wir haben viele Jahre in ganz unterschiedlichen Gruppen gearbeitet und die meisten von uns moderieren schon seit Jahren Treffen und Plena.

In unserer Fortbildung stand ein an die Mediation angelehntes Konfliktmoderationsverfahren im Mittelpunkt; es kann in kleinen und größeren Gruppen helfen, Konflikte Schritt für Schritt zu bearbeiten. Wir haben uns dabei besonders mit solchen Konflikten und Dynamiken beschäftigt, die typischerweise in sozialen Bewegungen sowie kollektiven Wohn- und Arbeitsstrukturen vorkommen.

Panel 1

Konflikte…

Konflikte gehören zum Leben und Arbeiten dazu – und auch zu politischem Aktivismus. Sie können das Miteinander-Leben und gemeinsame (politische) Arbeiten zur Hölle machen. Viele wichtige Gruppen und hoffnungsvolle Wohnprojekte sind schon daran gescheitert.

Konflikte können aber auch wie ein reinigendes Gewitter dazu beitragen, zu einem guten Miteinander zurück zu finden oder gar eine noch bessere Basis für Zusammenarbeit und -leben zu entwickeln.

Es lohnt sich, Konflikte anzugehen. Es lohnt sich, dafür nach Unterstützung Ausschau zu halten.

Konfliktmoderator*innen achten darauf, dass alle Seiten zu Wort kommen und gehört werden. Sie unterstützen Gruppen dabei, Schritt für Schritt Lösungen zu erarbeiten, mit denen alle leben können.

Panel 2

Was kann „KoMo“ für Euch tun?

Gerne könnt Ihr Kontakt aufnehmen, wenn Ihr Unterstützung für einen schwierigen Prozess in Eurer Gruppe sucht. Das braucht nicht unbedingt eine Situation sein, in der Ihr Euch alle schon ganz kräftig streitet oder gar nicht mehr miteinander redet – wir unterstützen auch gerne in gemeinsamen Entscheidungsprozessen, in denen es stark unterschiedliche Positionen gibt.

Daneben bieten einige von uns auch Mediation zu anderen Themen, eine längere Prozessbegleitung oder Moderationsunterstützung bei Planungsprozessen an. Schreibt uns also einfach mit Eurem Anliegen und erklärt gerne schon grob, worum es bei Euch geht.

Wir versuchen dann, eine oder zwei Moderator*innen aus dem Netzwerk mit Euch zusammen zu bringen.

Wichtig ist: Wir sind Moderator*innen und unterstützen Euch dabei, miteinander zu kommunizieren. Wir sind keine Berater*innen, die Euch Lösungen anbieten.

Wir kommen aus Ost-, Nord- und Westdeutschland – daher sind wir eher, aber nicht ausschließlich, ansprechbar für Einsätze in diesen Regionen.

 

Panel 3

Wie wir arbeiten

Zu unserem Selbstverständnis gehören:

  • Allparteilichkeit: Ohne eine Partei oder Person in einem Konflikt zu bevorzugen, arbeiten wir empathisch mit allen Beteiligten zusammen.
  • Vertrauen in die Gruppe: Ihr habt als Gruppe die Kompetenz, geeignete Lösungen zu erarbeiten.
  • Transparenz: Wir legen offen, was im Rahmen unserer Begleitung einer Gruppe passiert.
  • Vertraulichkeit: Wir verpflichten uns als Moderator*innen Beteiligte, Inhalte und Verlauf der Moderation vertraulich zu behandeln und nicht mit anderen darüber zu kommunizieren.
  • Eine linke, emanzipatorische und bewegungsnahe politische Verortung.

Vorgespräch

Wenn ein Konflikt die Arbeit einer Gruppe oder das Zusammenleben in einem Projekt blockiert, ist die Entscheidung, sich Hilfe für die Bearbeitung zu suchen, ein wichtiger Schritt.

Oft ist eine externe Moderation die beste Möglichkeit, Befangenheiten auszuschließen.

Um eine Konfliktmoderation durchzuführen, ist ein Vorgespräch nötig. Dabei kann es sinnvoll sein, wenn schon das Vorgespräch zur Moderation von Konfliktparteien gemeinsam unternommen wird oder wenn eine Person Mandat und Vertrauen der Gruppe bekommt, ein Vorgespräch zu führen

In einem Treffen oder Telefonat klären wir dann, welche Moderation genau Ihr benötigt und was – nach dem Wissen der Gesprächspartner*innen bei diesem Austausch – die wichtigsten Ziele und Themen sein könnten. Damit sind diese aber nicht festgelegt: das machen wir gemeinsam beim ersten moderierten Treffen.

Die Schritte der Konfliktmoderation

Typischerweise würde ein Prozess, den wir moderieren, wie folgt ablaufen:

  • Vereinbarungen zur Zusammenarbeit: Wir klären mit der ganzen Gruppe Regeln für die Zusammenarbeit (z. B. zum Gesprächsverhalten).
  • Themen finden und Prioritäten setzen: In einem von uns moderierten Gespräch findet Ihr heraus, welches Thema oder Themen Euch wichtig sind. Falls es mehrere Themen sind, bieten wir Methoden an, mit denen Ihr entscheiden könnt, in welcher Reihenfolge Ihr Themen bearbeiten wollt.
  • Interessen der Beteiligten klären: Gemeinsam mit uns klärt Ihr, was die wichtigsten Anliegen verschiedenere Beteiligter sind, die bei der Lösung berücksichtigt werden sollten.
  • Lösungsvorschläge finden: Die Moderator*innen begleiten Euch dabei, Lösungsvorschläge zu finden; wir bringen keine fertigen Lösungen mit.
  • Vereinbarungen treffen. Am Ende trefft Ihr mit unserer Unterstützung konkrete Vereinbarungen, damit die gemeinsam gefundenen Ansätze auch in die Tat umgesetzt werden.

Wie häufig wir uns mit Euch treffen und wie lange einzelne Treffen dauern, hängt sehr davon ab, worum es geht und wieviel Zeit Ihr habt. Darüber sprechen wir mit Euch im Vorgespräch.

Kosten

Wenn Moderator*innen aus dem Netzwerk zu Eurer Gruppe in eine andere Stadt fahren müssen, entstehen in der Regel Reisekosten, die Ihr erstatten müsst.

Darüber hinaus klären wir gemeinsam, ob Ihr etwas bezahlen könnt. Das wird bei einer kleinen Initiative weniger sein als bei einer Kampagnengruppe einer größeren Organisation und hängt auch davon ab, wieviel Zeit wir selber investieren. Grundsätzlich soll aber eine Unterstützung durch uns nicht an fehlender Finanzierung scheitern.

Panel 4

Kontakt

Eine Konfliktmoderationsanfrage senden:

Schreibt uns gerne an konfliktmoderation [ät] posteo.de, wir melden uns dann so bald wie möglich bei Euch.

Ihr könnt uns auch verschlüsselt schreiben, unseren PGP-Key findet ihr unten.

 

Interesse an der Fortbildung in Konfliktmoderation?

Wenn du selbst in Sozialen Bewegungen und / oder selbstverwalteten Projekten moderierst, dann ist die Fortbildung möglicherweise interessant für dich!

Sie findet in der Regel zwischen Ende August und Ende Oktober eines Jahres in der KURVE Wustrow (Wustrow / Wendland) statt und eine Anmeldung ist bis Ende März eines Jahres möglich. Weitere Informationen findest du im Seminarprogramm der KURVE Wustrow auf Seite 32-33.

 


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